Land gibt Zuschuss für Uganda-Hilfe-Unterland

Land gibt Zuschuss für Uganda-Hilfe-Unterland

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch überreicht Förderbescheid für Schulerweiterung – Höchstsatz der Entwicklungshilfe

Von Astrid Link, Heilbronner Stimme

SCHWAIGERN „Es ist einfach großartig, was in einigen Gemeinden unseres Landkreises ehrenamtlich geleistet wird“, lobt Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch (CDU) das Engagement der Ugandahilfe Unterland beim sechsten Ugandatag in der Frizhalle. Die Politikerin schaut trotz ihres vollen Terminplans beim Informationsnachmittag des gemeinnützigen Vereins vorbei, um dem Vorsitzenden sowie Freunden und Förderern der Ugandahilfe die frohe Nachricht zu verkünden.

Förderung

20.000 Euro Zuschuss aus dem baden-württembergischen Förderprogramm „bwirkt“ erhält der Verein für die Erweiterung der St. Monica Junior School in Kasanje, rund 40 Kilometer westlich der Hauptstadt Kampala. „Das bringt uns ein großes Stück weiter“, sagt der Vereinsvorsitzende Wolfgang Friederich über den Höchstsatz der Entwicklungshilfe des Staatsministeriums Baden-Württemberg. Die Behörde hat das Förderprogramm „bwirkt“ für global nachhaltige Entwicklung im In- und Ausland in diesem Jahr erstmalig aufgelegt. 165.000 Euro wird die Erweiterung der Schule kosten, in der zurzeit elf Lehrkräfte 210 Kinder unterrichten. Die Bauarbeiten sollen Mitte November beginnen und Ende 2020 fertig sein. Dann legen die ersten Kinder ihr Abschlussexamen ab, für das die örtlichen Behörden einen separaten Raum verlangen.

Was die Ugandahilfe seit ihrer Gründung 2015 bereits leistete, stellt Friederich in einer ausführlichen Präsentation vor, die auch Bürgermeisterin und Schirmherrin Sabine Rotermund beeindruckt. „Das Land hat viele Herausforderungen zu meistern, und viele junge Menschen müssen auf die Zukunft vorbereitet werden“, sagt die Rathauschefin über den Staat, der zu den ärmsten Afrikas zählt und in dem das Durchschnittsalter bei 15,5 Jahren liegt. Auf einem Luftbild ist das Areal zu erkennen, auf dem die Ugandahilfe bereits die Schule, Sanitäreinrichtungen, eine Küche, Stallungen, ein Gewächshaus und ein Gästehaus errichtete. „Es ist natürlich nicht mit unseren Ansprüchen zu vergleichen. Aber die Menschen sind glücklich und lernen, für sich selbst zu sorgen“, erklärt Friederich den rund 30 Gästen, die sich bei musikalischen Beiträgen von Sophie und Anna Tappertzhofen, Paula Dorn, Emily Kimpfler und Musikschulleiterin Jutta Thyret von der Informationsflut erholen können.

Bildung

„Jedes Schulkind halbiert die Kriminalität. Ohne Bildung bewegt sich nichts“, erläutert der ugandische Pfarrer Denis Mpanga, Gründungsmitglied und zweiter Vereinsvorsitzender, der aus Göppingen angereist ist. Mitglieder seiner italienischen Kirchengemeinde, die sich in der dortigen Ugandahilfe engagieren, begleiten ihn. „Wir schauen nach dem Rechten und sind eine der wesentlichen und angesehenen Arbeitgeber“, so Friederich. Neben Bau und Schulausstattung müssen auch Lehrer, Lehrmittel, Stipendien und Verpflegung finanziert werden. „Man muss die Menschen anleiten, aber sie sind motiviert und dankbar“, sagt der Vereinsvorsitzende.

Bildunterschrift: Sabine Rotermund (v.l.), Wolfgang Friederich, Friedlinde Gurr-Hirsch und Pfarrer Denis Mpanga engagieren sich für Uganda. (Foto: Astrid Link)

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